Die Horrorthemen des Immobilieneigentümers

Die Horrorthemen des Immobilieneigentümers

Lesen und hören Sie es auch immer wieder in den Medien und Fachratgebern? Da gibt es Legionellen, Energieeinsparverordnungen, Mietnomaden, Trinkwasserverordnungen, Energieausweise, säumige Mieter, Rauchmeldervorschriften, neue Mietrechtsprechung und Urteile sowie viele, viele weitere Unwägbarkeiten und Stolperfallen. Wie bekommen wir diese alle nur in den Griff? Müssen wir tatsächlich so viele Vorschriften kennen, tausend Fristen überwachen und uns täglich wegen unzuverlässigen Mietern grämen? … Hören Sie auf! Lassen Sie es sein! Es bringt nichts!
Nutzen Sie Ihre Energie, Kraft und Ihren Elan für andere Dinge! Im Folgenden möchte ich Ihnen daher aufzeigen, warum ich mich mit all diesen Dingen nicht wirklich gut auskenne, obwohl ich eine durchaus intensive kaufmännische und technische Immobilienausbildung absolviert habe. Sie werden gleich sehen, warum ich dies sogar gut finde und hervorragend damit leben kann. Sogar so gut, dass ich mein Unwissen in diesen Dingen mit diesen Zeilen mit Freude und Stolz „der ganzen Welt“ mitteile. Lassen Sie sich inspirieren und mitnehmen – es wird sich lohnen, versprochen.

Beginnen wir mit der Trinkwasseraufbereitung und der Legionellengefahr, die überall lauert und den Immobilieneigentümer ständig bedroht. Sicher, eine Gefahr besteht, keine Frage. Daher ist dies für mich auch ein willkommenes Thema anlässlich einer jeden Ankaufsprüfung. Fragen Sie einmal einen Hausverkäufer nach der letzten Trinkwasseruntersuchung und wie er allgemein gegen Legionellen vorsorgt. Soweit er überhaupt weiß, worum es hier geht, wird er meist zurückhaltend antworten. Denn wir suchen ja ältere Häuser, die meist mäßig bewirtschaftet werden. Ich sehe ein solches Indeckunggehen des Verkäufers daher durchaus positiv, denn es stärkt meine Verhandlungsposition ungemein. Auch nicht perfekte Energieausweise oder fehlende Rauchmelder zähle ich zu den stets willkommenen Verhandlungsargumenten. Von daher möchte ich meine vorherige Aussage natürlich ein wenig revidieren. Sie sollten diese Themen freilich kennen, aber aus der Sicht eines Investors. Denn die Kenntnis um die Rahmenbedingungen solcher Themen hilft Ihnen bei Ihrem nächsten Immobilieneinkauf ungemein weiter. Die vielen kleinen Spezialdetails und die Beseitigung der Defizite sind dann aber unbedingt ein Thema für die Hausverwaltung oder auch einmal einen spezialisierten Techniker. Es ist also nur eine Frage der Betrachtungsweise.
Ähnlich verfahre ich übrigens mit all den anderen lästigen Unwägbarkeiten. Ich schere sie schlichtweg über einen Kamm. Warum soll gerade ich derjenige sein, der sich Tag für Tag damit plagt? Das ist doch nicht die Idee, die hinter einem Immobilieninvestment steht. Ich möchte mit Immobilien doch einfach nur Cash-Flow generieren, der möglichst passiv ist. Ich möchte einfach nur die Ruhe genießen, die mir meine Immobilien bescheren. Also sollen sich doch die anderen ärgern. Dass dies mich freilich etwas kostet, ist selbstverständlich. Aber dies ist es mir auch unbedingt wert. Merken Sie es? Es ist mit einem Schlag weg. Dieses dumme, dämliche Gefühl ein gebeutelter Immobilieneigentümer zu sein. Nichts mehr ist dumm. Denn ich habe keine Probleme.
Aber im Ernst. Bauen Sie sich einen Schutzwall auf. Dienstleister können diese Funktion hervorragend übernehmen. Diese überwachen, prüfen, veranlassen, verwalten und installieren – dort wo es notwendig ist. Genau auf diese Weise können Sie übrigens auch mit allen anderen komplizierten Themen umgehen, wie beispielsweise schwierigen und zahlungsunwilligen Mietern. Es ist nämlich ganz einfach die Aufgabe des Hausverwalters. Er klärt auf, mahnt und kündigt auch einmal, wenn es nicht mehr geht. Ich als Investor bin weit, weit im Hintergrund und fühle mich damit sauwohl.

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