Die optimale Organisationsstruktur für den privaten Immobilieninvestor

Organisationsstruktur

Sie haben sich entschieden, in eine Immobilie zu investieren? Das ist gut, denn die Renditen, die Sie mit Immobilien erzielen können, sind je nach Strategie beachtlich. Eine Sache bereitet Ihnen aber vielleicht noch Kopfzerbrechen: Wie sollen Sie das alles managen?

Das ist eine berechtigte Frage, denn bei einer Immobilieninvestition sind in den unterschiedlichsten Teilbereichen großes Expertenwissen und ein kühler Kopf erforderlich, um den Überblick zu behalten. Und ein wesentlicher Punkt schwingt in dieser Frage bereits mit: Managen. Genau darum geht es. Ich zeige Ihnen heute, wie Sie eine gute Organisationsstruktur aufbauen und damit auf einfache Weise in der Lage sind, jederzeit den Überblick zu behalten.

 

Bauen Sie Ihre ganz persönliche Organisationsstruktur auf

Sie können nicht alles selbst machen. Bestimmt wollen Sie das auch nicht. Dazu ist Ihre Zeit viel zu wertvoll. Daher rate ich Ihnen, sich als Manager zu verstehen. Mit einem übergeordneten Blick auf Ihr Investment wird es Ihnen leicht fallen, nützliche Tools einzusetzen, einen Stab von Spezialisten aufzubauen und so auf zusätzliche Fachkompetenz zurückzugreifen. All das wird Sie zeitlich und manchmal auch nervlich entlasten.

1. Legen Sie den Standort und das Suchprofil für Ihre Immobilie fest

Das klingt nicht nach Struktur? Doch. Denn wenn Sie einen aussichtsreichen Standort gefunden und konkrete Anforderungen für Ihre Immobilie festgelegt haben, können Sie sich ganz fokussiert mit einer solchen Hauskauf-Checkliste auf die Suche begeben. Ob Sie das allein oder mit Unterstützung eines Maklers machen, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass Sie sich nicht verzetteln und Ihr Anforderungsprofil abarbeiten.

2. Bauen Sie ein Team von Spezialisten auf

Wenn Sie eine Immobilie kaufen, ist es in jedem Fall ratsam, Schritt für Schritt Experten einzubinden. Für Sie bietet das zwei unschätzbare Vorteile: Sie werden in Detailfragen entlastet und Sie profitieren von einem riesigen Fundus an Spezialwissen, das Sie sich kaum in kurzer Zeit aneignen können. Zusätzliches Plus: Jeder Spezialist hat wiederum eigene Kontakte, und so profitieren Sie von weiteren Netzwerken. Das erleichtert Ihnen nicht nur die Suche, sondern Ihre Spezialisten sind auch untereinander schon vernetzt. Auf diese Weise lassen sich viel mehr Dinge auf dem „kleinen Dienstweg“ regeln. Auch deshalb ist das richtige Team im Immobilienmanagement so wertvoll.

Die verschiedenen Spezialisten stelle ich in meinem Buch ausführlich vor. Sie sollten bei allen einige Besonderheiten beachten, bevor Sie jemanden ins Team holen. An dieser Stelle beschränke ich mich auf eine Aufzählung, welche Spezialisten Sie nach und nach hinzuziehen sollten:

–       Steuerberater

–       Hausverwalter

–       Bausachverständige

–       Architekten

–       Rechtsanwälte

–       Makler

3. Lagern Sie das Tagesgeschäft aus

Wenn Sie keine Zeit oder keinen Spaß daran haben, sich um jeden Briefwechsel, jeden Mietvertrag und jede Überweisung selbst zu kümmern, benötigen Sie eine Büroorganisation. Ein solches Backoffice muss nicht aus festangestellten Kräften bestehen. Gerade am Anfang reicht vielleicht ein Freelancer oder eine 450-Euro-Kraft. Mein Tipp: Es gibt eine Reihe von Anbietern im Internet, die Ihnen das Leben erleichtern. Scheuen Sie sich nicht, das Tagesgeschäft auszulagern. Outsourcing von Prozessen gehört als fester Bestandteil zum Immobiliengeschäft und sollte daher auch Bestandteil Ihrer Organisationsstruktur sein.

4. Wählen Sie eine Rechtsform

Wenn Sie Ihre erste Immobilie erwerben, kaufen Sie diese in der Regel privat. Das ist sinnvoll, denn alles andere ist für den Anfang zu kompliziert. Aber bei einem größeren Investment und wachsendem Portfolio wird es Zeit, sich über die Rechtsform Ihres Unternehmens Gedanken zu machen. Eine GmbH oder eine andere Unternehmensform bieten nicht nur mögliche Steuervorteile, sondern begrenzen auch das finanzielle Risiko. Im Laufe der Zeit sollten Sie immer wieder überlegen, welche Rechtsform für Ihre Investments sinnvoll ist.

5. Nutzen Sie Kalkulationstools

Dass Sie die Zahlen Ihres Investments jederzeit im Blick haben sollten, dürfte einleuchten. Für einen möglichst umfassenden Überblick ist es erforderlich, die grundlegenden Objektdaten Ihrer Immobilie, eine ausführliche Mieterliste, den Investitions- und Finanzierungsplan sowie die Darlehenskalkulation bis ins Detail zusammenzustellen bzw. durchzurechnen. Sie können dazu beispielsweise mit Tools arbeiten, die auf Excel basieren. Einen leichten Einstieg dazu finden Sie in meinem Buch. Dort erläutere ich die entscheidenden Kalkulationselemente ausführlich.

Mit welchem Tool Sie auch arbeiten: Sie müssen jederzeit Ihre Zahlen kennen und im Griff haben. Auf diese Weise können Sie mit ein wenig Übung leicht die Potenziale Ihrer Immobilie einschätzen und beurteilen. Ohne effektive Kalkulationstools wird Ihre Organisationsstruktur nicht komplett sein.

 

Die Organisationsstruktur als Basis für den Erfolg

Das Geschäft mit Immobilien ist vielschichtig. Je ausgefeilter Ihre Organisationsstruktur ist, desto leichter wird Ihnen das Management Ihrer Immobilieninvestments fallen. Lagern Sie Tätigkeiten aus, nutzen Sie die Fachkompetenz Ihrer Spezialisten und verwenden Sie die verschiedenen Kalkulations-Tools als wichtiges Controlling-Instrument. Konsequent umgesetzt, erleichtern Sie sich selbst die Arbeit und können Sie sich auf das reine Management konzentrieren.

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